Vortrag von Prof. Dr. Gebhard Kirchgässner am 26.11.2007

Führt wissenschaftliche Beratung zu besserer Politik?

Worum es geht:
Dient Politikberatung zu mehr als nur zur wissenschaftlichen Verbrämung der ideologischen Vorstellungen der jeweiligen Auftraggeber? Viele Politikberater sehen sich als unbestechliche Verkünder von Wahrheit, womit sie einen Beitrag leisten wollen, die Politik rationaler zu machen. Im Gegensatz dazu wirft ihnen die Öffentlichkeit häufig Einseitigkeit oder ideologische Blindheit, gelegentlich sogar Bestechlichkeit vor.
Vor diesem Hintergrund erläutert der Vortrag, was Politikberatung kann, wozu sie eingesetzt wird und weshalb bzw. unter welchen Bedingungen sie trotz aller ideologischen Einflüsse zu einer Verbesserung der Politik beitragen kann.

Zum Referenten:
Gebhard Kirchgässner – Kurzer Lebenslauf:
1948:
In Konstanz geboren.

1969-1973: Studium der Volkswirtschaftslehre, der Politischen Wissenschaften und der Statistik an der Universität Konstanz.

1973:
Abschluss als Diplomvolkswirt.

1976:
Promotion zum Dr. rer. soc. an der Universität Konstanz.

1976-1977:
Assistent an der Universität Konstanz

1977-1982:
Oberassistent am Institut für Wirtschaftsforschung der ETH Zürich.

1981:
Habilitation für die Fächer Volkswirtschaftslehre und Ökonometrie an der Universität Konstanz.

1982:
Umhabilitation an die ETH Zürich

1984-1992:
Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Finanzwissenschaft, an der Universität Osnabrück.

Seit 1992:
Ordinarius für Volkswirtschaftslehre und Ökonometrie an der Universität St. Gallen sowie Direktor des Schweizerischen Instituts für Aussenwirtschaft und Angewandte Wirtschaftsforschung an der Universität St. Gallen.

1999-2001:
Vorstand (Dekan) der Volkswirtschaftlichen Abteilung.

Seit 1997:
Mitglied der Kommission für Konjunkturfragen.

Seit 2001:
Research Fellow des CESifo-Networks.
Mitglied im Ausschuss ‚Wirtschaftswissenschaften und Ethik‘ des Vereins für Socialpolitik.
Mitglied der Sektion Ökonomik und Sozialwissenschaften der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Halle.

Seit 2002:
Mitglied im wirtschaftspolitischen Ausschuss des Vereins für Socialpolitik.

2003-2005:
Präsident der European Public Choice Society.

Seit 2003:
Mitglied des Boards of Scholars des Initiative and Referendum Institute (IRI) an der University of Southern California.

Seit 2004:
Präsident der Kommission für Konjunkturfragen.
Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des deutschen Instituts für sachunmittelbare Demokratie, Dresden.

Seit 2005:
Mitglied der Expertenkommission "Erwerbsabhängige Steuergutschriften: Möglichkeiten und Auswirkungen einer Einführung in der Schweiz" des Schweizerischen Bundesrats.
Programmverantwortlicher für das Masterprogramm in Quantitative Economics and Finance an der Universität St. Gallen.

Seit 2006:
Mitglied der Begleitgruppe des Bundesamt für Energie für das Forschungsprojekt „Empirische Erfahrungen mit ökologisch motivierten Energiesteuern in Europa“.

Wichtigste Publikationen:

* Homo Oeconomicus (1991, 2. Auflage 2000)
* Demokratische Wirtschaftspolitik: Theorie und Anwendung (1994, zusammen mit Bruno S. Frey)
* Die direkte Demokratie: Modern, erfolgreich, entwicklungs- und exportfähig (1999, mit Lars P. Feld und Marcel R. Savioz)

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