Vortrag von Prof. Dr. Regina Ammicht Quinn am 6.4.2011

Integration und Identität. Das christliche Abendland und die religiöse Vielfalt.

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Worum es geht:
Das „christliche Abendland“ erlebt seit einiger Zeit „tektonische Verschiebungen“: Während bis vor kurzem andere Religionen gleichbedeutend waren mit fernen Kulturen, sind sie heute Nachbarn: In Deutschland leben neben den Christen vier Millionen Muslime, etwa 200 000 Juden, 250 000 Buddhisten, rund 100 000 Hindus und dazu viele Mitglieder anderer Religionsgemeinschaften. Daraus entstehen nicht nur konkrete gesellschaftliche Konflikte, die einer klaren Regelung bedürfen; sondern daraus entsteht vor allem auch eine Identitätskrise des "christlichen Abendlands", das nun um seine Selbstdefinition ringt: Wer sind wir eigentlich?

Zum Referenten:
Staatsrätin Prof. Dr. Regina Ammicht Quinn
Seit 24. Februar 2010 ist Prof. Dr. Regina Ammicht Quinn Staatsrätin für interkulturellen und interreligiösen Dialog sowie gesellschaftliche Werteentwicklung mit Sitz im Staatsministerium Baden-Württemberg.

Persönliche Angaben:
- geboren am 10. Februar 1957 in Stuttgart
- röm.-katholisch
- verheiratet
- zwei Kinder


Ausbildung, Berufslaufbahn, berufliche Funktionen
- 1976 Abitur am Katholischen Mädchengymnasium St. Agnes, Stuttgart
- 1976 - 1982 Studium der Katholischen Theologie und Germanistik
- 1983 - 1985 Referendariat, Zweites Staatsexamen und Schuldienst
- 1990 Promotion (summa cum laude)
- 1992 - 1993 Wiedereinstiegsstipendium der Universität Tübingen
- 1994 - 1997 Habilitandenstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft
- 1998 Antrittsvorlesungen und Ernennung zur Privatdozentin
- Im Zusammenhang von Erstplatzierungen bei Berufungen zweifache Verweigerung des dafür nötigen kirchlichen „nihil obstat“
- 2005 Ernennung zur apl. Professorin
- Seit 1999 Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW), Tübingen; 1999 - 2005 Projektleitung im Bereich Ethik und Bildung; seit 2006 Etablierung und Leitung des Bereichs Ethik und Kultur; innerhalb dieses Bereichs seit 2007 Etablierung und Leitung des Forschungsschwerpunkts Sicherheitsethik; universitäre Lehrtätigkeit; Gastprofessuren im In- und Ausland
- Seit 24. Februar 2010 Staatsrätin für interkulturellen und interreligiösen Dialog sowie gesellschaftliche Werteentwicklung mit Sitz im Staatsministerium Baden- Württemberg

Ehrenamtliche Funktionen und Mitgliedschaften (Auswahl)
- Mitglied des Wissenschaftlichen Rats (Leitungsgremium) des Internationalen Zentrums für Ethik in den Wissenschaften (IZEW), Universität Tübingen
- Mitglied des Auswahlgremiums für die Grundförderung des Cusanuswerks
- Mitglied des Direktionsgremiums der Internationalen Theologischen Zeitschrift Concilium
- Mitglied des Bildungsrates des Landes Baden-Württemberg (Legislaturperiode 2001- 2006)
- Mitglied des Wissenschaftlichen Programmausschusses Sicherheitsforschung (BMBF; Beratung der Bundesregierung in Fragen der Sicherheitsforschung)
- Mitglied des Stiftungsrats der Karg-Stiftung (Stiftung für Hochbegabtenförderung)

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